Die Blume des kleinen Prinzen

Jeder kennt die Geschichten vom kleinen Prinzen und seiner Blume

Ich wachte eines Morgens auf und wusste, dass ich auch so eine Blume haben wollte.
Nicht mehr nur ein kleiner leerer Planet mit Sonnenuntergängen so viel man sich wünschen kann.

Ich wollte sie pflanzen, ich wollte ihren Samen schützen, ich wollte warten, bis ihr Spross sichtbar wurde, ich wollte sie pflegen, Tag und Nacht, ich wollte sie abgöttisch lieben. Ihre Schönheit bestaunen, ihre Widerspenstigkeit bewundern, ihre Sticheleien belächeln. Ihr einen Windschutz suchen, ihr ihre Wünsche erfüllen, vermutlich irgendwann ausflippen und ihr gehörig die Meinung geigen, sie trotzdem weiterhin unglaublich lieben.

Ich machte mich also auf die Suche nach einem Sonnenblumenkern, denn eine Sonnenblume sollte es werden.

Ich suche noch nach ihr. Ich warte noch auf sie. In meinen Träumen spreche ich mit ihr, wenn sie da steht, groß und stark, ihre leuchtenden Blütenblätter der Sonne entgegenstreckt, die hier auf der Erde nur alle 24 Stunden untergeht, also lange nicht so oft, wie man es bräuchte, um glücklich zu sein.

Ich sehe sie vor mir, zart und klein, an ihrem ersten Tag, ihrem ersten Sommer, ihrer ersten Blüte, ihrer ersten Winterruhe.

Ich hoffe, sie wird nicht einjährig sein.

Ich warte auf sie. Und wie der kleine Prinz werde ich sie abgöttisch lieben, mehr als mein Leben, mehr als mich selbst. Ich warte auf sie.

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5 Gedanken zu “Die Blume des kleinen Prinzen

  1. Liebende Linn-Kristin

    Ach wie verstehe ich Dich so gaz und gar
    Haben mir die Schnecken doch allzuoft die zarten Pflänzchen verspeißt

    Als Althippie ist natürlich die Blume der Sonne
    Dein eigen Herz

    Oder ein hübscher wonnig sonniger Mann von Gemüt
    So wie lachend ich selber einer bin

    dankend
    Dir Joaquim von Herzen
    Sonnenblumenkind

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  2. warum geht die Sonne auf der Erde UND alle 24 stunden unter, und warum würde es das ich glücklicher machen, wenn die sonne öfter als einmal in dieser zeit untergehen würde? was würde es gewinnen?

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      1. du hast das ´und´ ja doch geändert.

        wäre es nicht einfacher zu sagen, ..weil sonnenuntergänge das ich glücklich machen.
        anstatt dieser frage?
        ist es dein lyrisches ich oder das des kleinen prinzen, bzw hast du einen eigenen text geschrieben, mit persöhnlichen einflüssen oder hauptsächlich kopiert?

        falls ich den richtigen text gefunden habe, würde ich aber auch nicht sagen man müsse der meinung sein, der kleine prinz würde durch das anschauen der sonnenuntergänge glücklich werden, aber dazu später mehr.
        er sagt er liebe sie, man muss aber nicht durch exzessives erleben von dingen die man „liebt“ glücklich werden, oft hat es eher einen gegenteiligen effekt, was in der heutigen zeit oft missachtet wird. mehr ist nicht immer gleich mehr.
        wenn ich deinen satz umformuliere wird es vllt deutlicher – ich kann garnicht soviele weihnachtsplätzchen essen, wie ich es bräuchte, um glücklich zu sein. ja stimmt, aber weihnachtsplätzchen machen auch nicht zwingend glücklich und ihr übermäßiger konsum erst recht nicht, da das gefühl des besonderen durch die ständige verfügbarkeit und des überflusses verloren gehen würde, abgesehen von gesundheitlichen folgen (zitat: „weist du was überdruss ist? scheisstimmung, das ist überdruss. […] überdruss versaut das leben.“)
        ich glaube nicht, dass in dem buch so eine lebensweise verherrlicht wird und ich glaube auch nicht, dass der sonnenuntergang den kleinen prinzen glücklich macht, vllt ist es eher einfach ausdruck seines melancholischen lebens, wie gesagt wird; und etwas das zerstreuung bietet, macht nicht gleich glücklich, es lenkt eher nur ab.
        manche menschen hören auch besonders gern traurige musik, sobald sie in der jeweiligen stimmung sind, weil das erlebnissgefühl sich dann verstärkt und es zur stimmung passt, und das untergehen der sonne passt, dem buch zu folge, scheinbar gut zum traurigsein, es gibt aber nicht nur schwarz und weis, und es bedeutet auch nicht im umkehrschluss, dass es glücklich macht, nur weil es hilft mit dem gefühl besser umgehen zu können.

        gleichzeitig finde ich es auch nicht ganz nachvollziehbar, warum das ich davon träumt mit der blume zu reden, während die sonne scheint und ihre blätter in glanz und pracht strahlen, aber sich dann mehr sonnenuntergänge wünscht, wo doch die blume währenddessen ihren kopf hängen lässt und nicht mehr strahlt, weil die sonne untergeht, zumindest dachte ich, sonnenblumen, und nicht nur jende, hätten dies zu eigen. desswegen auch meine frage, was das ich dadurch gewinnt.
        wozu braucht das ich die vielen sonnenuntergänge noch, selbst wenn sie es denn glücklich machen in momenten der trauer, wo es doch grade glücklich sein müsste, weil es dabei ist mit der blume zu sprechen, welche es sich ja wünscht, in der annahme sein leben wäre dann besser? ist eine solche blume nicht schon genug glück? braucht es auch noch 100 sonnenuntergänge, 500 kleider, 300 weihnachtsplätzchen, etc.. ?

        wenn ich deine antwort lese, und auch die andere unter „danach“, dann scheint es mir eher so, als suchst du nicht nach einem samen, sondern nach einer abkürzung.
        geht es im kleinen prinzen nicht darum, dass der geist bedeutung schafft, um die verknüpfung von dingen und das beseelen von jenen und ihre einzigartigkeit? Geht es nicht auch um die individuelle bedeutungsschaffung, die eigenen werte?
        muss ich also den kleinen prinzen gelesen haben, um deinen text zu verstehen? kannst du mir nicht die fragen, welche ich zu deinem text stelle, beantworten, weil er nicht deine werte bzw die deines lyrsichen ichs representiert, sondern nur fremde, von einem anderen menschen übernommene, oder hört deine begeisterung für den kleinen prinzen da auf wo das echte leben anfängt? sind deine wünsche, träume, vorstellungen seifenblasen anstatt ziegel, schön anzuschauen, aber für nichts nützlich/keine motivation?

        wie dem auch sei, im sinne des kleinen prinzen hoffe ich, deine nächste antwort möge nicht genauso inhalts- und damit bedetungslos sein wie die zwei letzten an mich gerichteten sätze.

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