Die Blume des kleinen Prinzen

Jeder kennt die Geschichten vom kleinen Prinzen und seiner Blume

Ich wachte eines Morgens auf und wusste, dass ich auch so eine Blume haben wollte.
Nicht mehr nur ein kleiner leerer Planet mit Sonnenuntergängen so viel man sich wünschen kann.

Ich wollte sie pflanzen, ich wollte ihren Samen schützen, ich wollte warten, bis ihr Spross sichtbar wurde, ich wollte sie pflegen, Tag und Nacht, ich wollte sie abgöttisch lieben. Ihre Schönheit bestaunen, ihre Widerspenstigkeit bewundern, ihre Sticheleien belächeln. Ihr einen Windschutz suchen, ihr ihre Wünsche erfüllen, vermutlich irgendwann ausflippen und ihr gehörig die Meinung geigen, sie trotzdem weiterhin unglaublich lieben.

Ich machte mich also auf die Suche nach einem Sonnenblumenkern, denn eine Sonnenblume sollte es werden.

Ich suche noch nach ihr. Ich warte noch auf sie. In meinen Träumen spreche ich mit ihr, wenn sie da steht, groß und stark, ihre leuchtenden Blütenblätter der Sonne entgegenstreckt, die hier auf der Erde nur alle 24 Stunden untergeht, also lange nicht so oft, wie man es bräuchte, um glücklich zu sein.

Ich sehe sie vor mir, zart und klein, an ihrem ersten Tag, ihrem ersten Sommer, ihrer ersten Blüte, ihrer ersten Winterruhe.

Ich hoffe, sie wird nicht einjährig sein.

Ich warte auf sie. Und wie der kleine Prinz werde ich sie abgöttisch lieben, mehr als mein Leben, mehr als mich selbst. Ich warte auf sie.

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