Fremde Welten

Lauf durch fremde Welten
Kreuz und quer durch abstrakte Räume
Hinter denen Sterne ins Endlose blicken
Lauf über den glatten Boden, dein gespiegeltes Ich
Mit deinem Regenschirm
Lauf
Durch die Zeit.

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momentaufnahme

da ist er. genau da. dieser moment
in dem sich alles die waage hält.
so perfekt, so unzerstörbar, so ewig
so versunken in sich selbst steht sie da.
er hat ihren tanz von der letzten reihe der empore aus verfolgt
in sich zusammengesunken, mit verknoteten händen, um das zittern zu kontrollieren
heimlich, als mache ihm die perfektion zu schaffen
als könne er es nicht ertragen, sie nur für sich tanzen zu sehen
nein, er will nur das.
die einsamkeit, mit der sie die bühne betritt
die versunkenheit, mit der sie den saal füllt bis in die letzten reihen
er will nur das. den traum. die perfektion.
sie. in der dehnung, ohne angst vor fremden augen
alles konzentriert auf das eine, das große.
das große, das innen ist.
diesen moment will er, wenn sie nur für sich tanzt
wenn alles, was innen ist, sich nach außen kehrt
und er weiß, dass es ungehörig ist, was er tut
denn es ist ihr traum, in den er sich drängt, ihre seele, die er bloß legt, ihre perfektion, die für niemanden gedacht ist, auch nicht für ihn.
und er rutscht tiefer in den weichen sitz.
da ist er, der moment
in dem sich alles perfekt die waage hält. der traum. die perfektion.
er will nur das.


Auch zu finden in: Rossi, M. (Hrsg.): Aus meiner Feder – Berührungen: 3. Band der Trilogie “Aus meiner Feder”. Elbverlag Magdeburg 2014